Das hört man immer wieder. Schließlich hat nicht jeder ein Grundstück auf dem man kreuzweise 180 m-Dipole spannen kann. Oft steht nur ein  kleiner Garten zur Verfügung oder man muss sich sogar mit der Fläche eines Wohnwagenstellplatzes begnügen.  Letzteres trifft für mich seit 2006 mehrere Monate im Jahr zu. Da man sich auf den Campingplätzen nicht ungestört horizontal ausbreiten kann,  bleibt notgedrungen nur die Vertikale – also genau so wie die anderen antennengeschädigten OMs, die „deswegen nicht funken können“. 

 

Doch ich wollte mich damit nicht zufrieden geben und quäle seitdem 12 m Klingeldraht, in weiten Windungen an einer Angelrute befestigt,   auf den Bändern von 80 m bis hinauf zu 10 m.

Ja bei dieser Länge kann die Antenne doch kaum gleichzeitig überall resonant sein. Nein, sie ist es so gut wie nirgends.  Ich betreibe sie – wegen des erzwungenen Kompromisses – als sogenannte aperiodische Antenne. Die Anpassung geschieht in meinem Fall durch einen Smartuner. Es ist bei mir seit 11 Jahren der wetterfeste SGC 231. Stationär im Speicher (Abb. 1) und mobil außen am Wohnwagen (Abb. 2).

 

Abb.1

Abb.1

 

Abb. 2 

Abb. 2

 

Abb. 3

Abb. 3

 

Stationär kommt der eine Pol der Hühnerleiter an an die Antennenklemme, der andere an die Erdungsklemme. An der PL-Buchse wird das 50-Ohm-Kabel zum TRX angeschraubt. Dann folgt noch die Stromversorgung (12 V) und schon kann das Tunen und Funken losgehen.

Natürlich wäre vielleicht mein Signal 1-2 dB besser wenn ich einen Halbwellen-Dipol betreiben könnte. „Aber die Verhältnisse – sie sind nicht so.“ 

Zuhause steht mir auch nur ein aperiodischer kurzer Dipol zur Verfügung. Und mit den fehlenden Resonanzen muss sich der SGC abquälen. Um ihn auf den tieferen Bändern etwas entgegenzukommen, habe ich bei der Angelrute eine kleine Luftspule in die Antennenzuleitung eingeschleift (Abb. 2)

Dass ich mit diesem „Antennen-Provisorium“ und meinem IC 7000 weltweit funke, kann ich mit QSL-Karten belegen: Meine Angelrute war „hf-mäßig“ schon in Japan, Nord- und Südamerika Zentralafrika und auch schon zweimal in Australien (Abb. 3).

Also, liebe KW-Antennengeschädigte, auf, auf! Die Ausrede gilt nicht mehr!

 

 

73 de DF8WO Olaf 

Amateurfunk Eifel-Mosel-Hunsrück e.V.
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